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„Jude.“ ist ein Duo aus Palm Beach, Florida, die ihr Debüt, die hier vorliegende Kassette, bereits vor fast einem Jahr veröffentlicht haben. Ich bin aber jetzt erst darauf aufmerksam geworden, als ich bei „Post/Pop“ den Label Katalog durchgeschaut habe. Die „Bedroom EP“ umfasst 4 Songs, von denen einer eine Reprise Version des zweiten Songs, „Drive“, ist. 100 Tapes gibt es, 50 durch das Label und 50 durch das Duo selbst vertrieben. Die Rollenverteilung ist klassisch: Ein Produzent und eine Sängerin. Hat schon vor 30 Jahren funktioniert.

Moderner Indy-Pop ist das Stichwort, wenn ich mir dieses Tape so anhöre. Ich bin erstaunt von der hohen Qualität, in der die Songs produziert sind. Das klingt überhaupt nicht nach „Bedroom“ Produktion, das klingt echt professionell und könnte genau so auch auf einem Major Label veröffentlicht worden sein. Das ganze geht in die Richtung von Songs von Lorde oder Lana del Rey. Sowohl musikalisch, wie auch stimmlich. „Can’t Breathe“ eröffnet die EP mit einem wirklich groß klingendem Pop Song, der vor allem durch seine percussiven Elemente und den Gesang von Sydney Morris getragen wird. „Drive“ lässt aufgrund der Art, wie es gesungen wird und der Melancholischen Note direkt an Lana del Rey denken. Ich frage mich, ob es dabei auch Anlehnungen an den Film „Drive“ gibt, denn der Song würde dort gut zu „Real Hero“ von College passen. Gitarren leise im Hintergrund, Synthesizer Flächen und Drums mit einer 80er Jahre Note. „Without you“ ist mein Lieblingstrack. Noch eine Spur mehr melancholie und am Anfang auf Gesang und Gitarre reduziert, bis der elektronische Beat dazu kommt. Jetzt schwingt für mich etwas von den Songs von Gillian Banks mit. Vor allem, wenn die Synths und die motorischen Hihats einsetzen. „Drive (stripped Down)“ ist dann die Reprise Version von „Drive“, nur mit Gesang und Klavier. Hier will man zeigen, dass man auch wirklich spielen kann und die Songs auch akustisch funktionieren. Mir gefällt die „volle“ Version besser.

Der Sound ist sehr gut. Die Tracks sind richtig gut produziert und das Tape gibt ihnen etwas mehr Wärme gegenüber den digitalen Tracks. Ein paar Abzüge gibt es wegen der sehr einfachen Präsentation. Schwarzes Tape mit einem fast schwarzen Aufkleber und einer einseitig gedruckten, fast schwarzen J-Card auf ganz einfachem Papier. Wirkt etwas billig und lieblos. Hätte besseres verdient.

Bisher ist diese EP noch das aktuellste, was es von den Beiden gibt. Eigentlich Schade, denn da ist viel Potential und musikalisch macht dieses Debut für das Genre alles richtig. Absolut Radio tauglich.

Link: https://postpoprecords.bandcamp.com/album/the-bedroom-ep

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„Jude.“ is a duo from Palm Beach, Florida, who released their debut, the Cassette right here, already almost 1 year ago. I just recently found them while browsing the back catalogue of „Post/Pop“. The „Bedroom EP“ only has 4 song, of wich one is a reprise of the second Song „Drive“. There are 100 Tapes, 50 through the Label 50 via the Duo directly. Classic combination: One producer and one Singer. This worked already 30 years ago quite well.

Modern Indy-Pop comes into mind, when listening. I am surprissed by the really high quality of the Prodcution. This sounds nothing like „Bedroom“ at all, this is really professional and could have been released by a major Label. The Sound is like Lorde or Lana del Rey. Musically and vocal. „Can’t Breathe“ opens the EP with a really big Pop Song, that lives through the Voice of Sydney Morris and the percussive Elements. „Drive“ lets me directly think of Lana del Rey, because of the singing style and the melancholy note. I wonder if there is also some kind of connection to the Movie „Drive“, because this Song would nicely fit next to College’s „Real Hero“. Guitars in the Back, Synth Pads and Drums with a 80s appeal. „Without you“ is my favourite. Even a bit more Melancholy and reduced to Vocals and guitar, just until the electronic Beat snaps in. Now I feel a pinch of a Gillian Banks Song in it. Especially when the Synths turn up and the motoric Hihats add. „Drive (stripped Down)“ is the Reprise of „Drive“, reduced to Vocals and Piano. This one is there to show that reay actually can perform and that the Song works also as acoustic Version. I prefer the „full“ Version.

The Sound is really good. The Tracks are very well crafted and the Tape adds warmth in comparisation to the digital Tracks. A few deductions go to the very cheapish presentation. Black Tape with an almost complete black Sticker and a one-sided, almost completely black J-Card printed on simple paper. Seems a bit cheap and loveless. Should have been done better.

Up to now this EP still is the most recent Output from the duo. Pity, because there is quite some potential and musically, for this Style of Music, everything has been done really good. Radio Potential.

Link: https://postpoprecords.bandcamp.com/album/the-bedroom-ep

 

Smu

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