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Freundlicherweise haben die netten Menschen vom „Verein freier Menschen und Musik“ (Kurz VFMM) ihr aktuelles Tape bzw. zukommen lassen – Aufgrund meines Urlaubes hat es leider 2 Wochen gedauert, bis ich dazu kam eine Review zu Schreiben. Aber hier ist sie nun… Es kommt von Friday Dunard und heisst: „A subtle Magnetism“. Die 6 enthaltenen Tracks lassen sich keinem Genre eindeutig zuordnen – und das wollen sie auch auch nicht. Statt dessen gibt es Bewegungen zwischen verschiedenen Spannungsfeldern.

Den Auftakt macht „Can Dance“, ein sphärischer Track mit Anleihen von Post Punk, Krautrock und Shoegazing. Die Atmosphäre ist düster – davon lebt dieser Track, der gänzlich ohne Beats auskommt. Experimenteller wird es bei „Alcedo Atthis“, das mit Gesangsfragmenten beginnt, und dann um Elemente elektronischer Musik angereichert wird. Das Tempo liegt um die 100 BPM, die Musik entwickelt sich über die 10:33 Laufzeit kontinuierlich fort. Der Bass und die schleppenden Beats liefern das Grundgerüst des Tracks, während die Synthesizer und Stimmen sich immer wieder verändern. Das dritte Stück ist der „Rhamphorhynchus Rhemyx“ von „Can Dance“. Dieser verformt den Original Track so weit, dass etwas völlig anderes entsteht. Das Ergebnis ist eher an Klangkunst angelehnt als an klassischen Songstrukturen.
A subtle Magnetism“, der Titeltrack, ist daraufhin widerum etwas straighter und orientiert sich wieder mehr an „Can Dance“. Etwas Club Feeling mit großhalligem und mit Chorus verfremdeten Gitarrensound. Ich könnte mir gut noch Vocals in der Art von Gabi Delgardo drauf vorstellen. Beim „Gottesauer Platz“ fügen sich Streicher und minimale Elektronik zusammen, eine Stimmensequenz schlägt eine Brücke zur Poesie. Um diese geht es auch bei „Clubeinsamkeit“, meinem favorisierten Stück auf dem Tape. Gedicht, Drones und Sounddesign bilden die Einheit dieses Tracks.

Die Kassette betont die Höhen etwas, klingt dadurch klar macht aber natürlich auch das Grundrauschen des Tapes etwas deutlicher hörbar. Stört mich hier aber nicht. Die Kassette selbst ist durchsichtig mit Druck des Titels. Der Download Code wie auch ein Aufkleber liegt bei und rundet das Paket ab.

VFMM haben ein schönes Tape mit ihrem sechsten Manifest abgeliefert. Etwas für die experimentierfreudigeren unter Euch.

Link: https://vfmm.bandcamp.com/album/manifest-006

 

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The good People at „Verein freier Menschen und Musik“ (short VFMM) were gracious to get me copy of their recent Tape – As I had been out for 2 weeks it took some time to give it a reviewing session, but here we go finally. This one is from Friday Dunard and is called „A subtle Magnetism“. The 6 included Tracks are not strictly definable to a genre – but they don’t want to be either. Instead there is tension between the poles.

At the start there is „Can Dance“, a spherical Track with a bit of Post Punk, Krautrock and even shoegazing. The Atmosphere is dark – this one relies on it completely and even makes no use of a beat. A bit more experimental is „Alcedo Athhis“, beginning with vocal fragments, adding electronic music on top. The Tempo is around the 100 BPM mark, the music evolves over the total running time of 10:33 contiously. The bass and the beats are the framework of this song, while synths and voices keep changing. Third one is the Rhamphorhynchus Rhemyx“ of „Can Dance“. It bends the original so far, that the result is a completely different beast. More Sound Design and art than a typical Song structure.
„A subtle Magnetism“, the title giving track, is more straight again and sounds more like „Can Dance“ in the original version. A bit more
Club feel with a big Reverb and a chorus processed guitar sound. I imagine Vocals from e.g. Gabi Delgardo from DAF would add nicely to this. At „Gottesauer Platz“ strings mix with minimal electronic, a spoken passage bridges to poetry. This is even more deepened on „Clubeinsamkeit“, my favourite. Poem, Drones and Sounddesign act as one unit on this.

The Cassette is pushing the top end a bit, makes it sound brighter but on the other hand makes the background hiss a bit more audible. But I don’t mind. The Cassette itself is clear, with the title Infos printed on. Download Code and a sticker build the complete Package.

VFMM made a good release with their sixths Manifest. Something for the more experimental people.

Link: https://vfmm.bandcamp.com/album/manifest-006

 

Smu

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