__hands

Heute geht es mal in eine andere Richtung. Cult Hands ist ein Projekt von Dennis Schulze (Gitarre, Bass, Keys) und Jascha Kreft (Drums) aus Berlin. Krautrock mit ein paar Einflüssen aus anderen Genres ist der Sound dieser Kassette mit ca. 30 Minuten Laufzeit. Das Label heisst „A Thousand Oaks“ und hat eine Hand voll Veröffentlichungen am Start. Mehr Hintergrund Infos habe ich nicht…

Das „Intro“ hat etwas von Italo Western, weniger von Weltraumatmosphäre. „Astro Stroll“ ist schon direkt ein ziemlich geiler Track. Wäre der in den 70ern Auf Platte erschienen, hätten heute einige Beatmaker den Anfang schon mitte der 90er gesampled. Die Rohheit der einzelnen Instrumente geben dem Track das richtige Feeling und die hin und wieder auftauchende orientalische Melodie etwas mehr Psychedelik. „8/4“ zieht das Tempo an. Hätte vor 40 Jahren auch in Film und Fernsehproduktionen verwendet werden können. Der Basslauf und die Drumbreaks sind super. „Open Space (Interlude)“ führt zu „Walking (On the Edge of Dream)“, einer veträumten Nummer, die auf Bass und Keys setzt. Die beiden „Echoes“ Teile finde ich sehr gelungen. Part 1 ist wieder erstklassiges Sample Futter, dessen Synthesizer richtiges Retro Sci-Fi Feeling aufkeimen lässt. Ich frage mich hier, ist der Track vom Hip Hop beeinflusst, oder von anderen Tracks, die später dann im Hip Hop gesampled wurden. Nach 3 Minuten gibt es einen Tempowechsel, der dem Track eine andere Wendung gibt. Beste! Part 2 hat widerum einen anderen Vibe. Die Drums sind hier richtig gut und die Gitarre sorgt für etwas Space atmosphäre. „Desperate“ beginnt erst einmal ruhig, aber die Drums… die Drums! Ein gewisser Funk Einfluss lässt sich hier nicht leugnen. Auch nicht bei den P-Funk artigen Synths, bis sich der Track am ende irgendwie selbst ‚auflöst‘. „Roll“ ist dann wieder Rockiger, klingt aber auch wieder recht nah am Hip Hop. Zum Ende gibt es dann noch „Lux“ eine ruhigere, etwas jazzige Nummer, bei der ich alte Anime Serien im Kopf habe. Erinnert mich etwas an den japanischen Soundtrack von Captain Future.

Das Tape klingt extrem authentisch. Ich könnte nicht sagen, ob es neu ist oder aus den 70ern. Auch die trockene und manchmal übersteuerte Produktion mit den damals typischen Space Echoes… Jeder Sound jedes Instruments klingt so verdammt vintage. Das Tape ist etwas leise leider, aber der Grund ist offensichtlich: Hier ist alles selbst gemacht: Das Cover wurde von Hand ausgeschnitten, ebenso der Downloadcode. Die Kassette ist weiß, ohne Aufdrucke oder Aufkleber. Eine Heim Produktion. Aber es versucht auch nicht überprofessionell zu sein. Auch so kann DIY stimmig sein. Das ist so ein Tape, bei dem man denken könnte, dass jemand es nach einem Konzert in den 70ern gekauft hat und es dann Jahre lang vergessen wurde (Abgesehen vom Download code natürlich).

Ich finde dieses Tape extrem gelungen und ich bin an sich kein Krautrock Fan. Wer mit rohem Groove und Gitarren, Retro Synths und Space Echoes was anfangen kann, oder wenn ihr Beatmaker und Crate Digger seid, hört hier mal rein. Das richtige Tape für meinen Sanyo M6060 😉

Link: https://culthands.bandcamp.com/album/space-tape

///

Now to something completely different. Cult Hands is a Project from Berlin, consisting of Dennis Schulze (Guitar, Bass, Keys) and Jascha Kreft (Drums). Kratrock with a hint of other Genres is the Sound on this about 30 minutes long Cassette. The Label is „A Thousand Oaks“ and has released a hand full of Music. That is all the Info I got…

The „Intro“ sounds more like Italo-Western than Spaceatmosphere. „Astro Stroll“ is directly a really awesome Track. If this hab been released on a Record in the 70s, the beginning would have been sampled by some Beatmakers in the 90s. The raw Sound of every Instrument gives it the right Feeling and the sometimes thrown in oriental Melody a psychedelic touch. „8/4“ raises the Tempo a bit. Could have been used 40 years ago in TV and Movies productions. The Bass and the Drumbreaks are great. „Open Space (Interlude)“ leads directly to „Walking (On the Edge of Dream)“, a dreamy song relying on Bass and Keys. I like both of the „Echoes“ parts. Part 1 again is perfect sampling Material. The Synthesizers give a real Retro Sci-Fi Feel. I wonder if this one has been influenced by Hip Hop or by other Tracks that have been sampled in Hip Hop. After 3 minutes, there is a Tempo shift, giving it a different Note. Best! Part 2 is a different beast. The Drums are nice and the Guitar brings the Space atmosphere. „Desperate“ starts calm, but those Drums… those DRUMS! The Funk influence is big on this one also on the P-Funk like Synths, until the Track ‚resolves‘ in the End. „Roll“ is more on the Rock side of Things again, but also close to Hip Hop Vibes. Last Track is „Lux“, a smooth, jazzy Song that lets me think of old Anime. Like the original japanese Soundtrack from Captain Future.

The Tape sounds extremely authentic. I could not tell if this was from the 70s or not. That dry and sometimes distorted Production with that typical Space Echoes… Every Sound of every Instrument is so freaking vintage. The Tape is a bit quiet, but it is obvious why: This is all done by Hand: The Cover had been cut out by Hand as well as the Download Code. The Cassette is white, without Print or Labels. A Homemade Production. But it does not pretend to be Uber-Professional. This kind of DIY appeals to me too. This is one of these Tapes you might thin someone bought it after a Concert in the 70s and it got forgotten for years (well, except the Download Code off course).

I think this Tape is done extremely well and I am not much of a Krautrock Fan. Who likes Raw Groove and Guitars, Retro Synths and Space Echoes or is a Beatmaker or Crate digger, give it a listen. The right Tape for my Sanyo M6060 🙂

Link: https://culthands.bandcamp.com/album/space-tape

 

Smu

Leave a Reply