Ja, ich weiss… Ich hab den Blog vernachlässigt. Die letzten Wochen waren einfach stressig. Aber keine Ausflüchte mehr! Zeit für Reviews, denn die Tapes stapeln sich schon bei mir. Mit dem letzten Paket von Ana Ott kam nicht nur eine Kassette, sondern direkt zwei! Da ich bisher nur eine besprochen habe, fehlt da noch eine 😉 Ich bin froh, dass ich keinen Podcast mache, denn ich würde Br’lâaB vermutlich falsch aussprechen. Hinter dem Künstlernamen steht Brecht Ameel, dessen Tape „Molochville“ auf mich wie ein düsterer Soundtrack wirkt.

Experimentell geht es mit „Moloch 50“ los, einem Stück, das aus verschiedenen Fragmenten zusammengesetzt ist, die immer wieder verfremdet, angeschoben und abgestoppt werden. Unverständliche Sätze und Melodien, die aus Märchenhörspielen stammen könnten fügen sich zu einer eher beklemmenden Klangcollage zusammen. Wie ein verlassenes Haus, in dem ein batteriebetriebener Plattenspieler mit letzter Kraft seine Touren macht. In eine ähnliche Richtung geht auch „Brimstone Foxtrott“. Der Name „Molochville“ für das Tape passt wirklich gut, es entsteht das Gefühl als liefe man durch ein Dorf, kurz nachdem dort etwas passiert ist.
Umdrehen.
Überraschend ist dann der Titeltrack „Molochville“, der vor allem auf Gitarre und Bass setzt und irgendwie nach 60er Edgar Wallace Opener klingt. Aber auch das passt tatsächlich gut ins Konzept. „Hellhound“ verbindet dann alle bisherigen Elemente miteinander. Klangfetzen, Bass, ein Synth und ein sonar artiger Sound bestimmen diesen Titel. Letzter Track ist „Wishbone“, bei dem die Gitarre zunächst aufgenommen und dann nachträglich verfremdet wurde.

Der Klang der Kassette ist neutral und klar, die Sounds selbst sind etwas dreckig. Hier haben wir wieder einen Fall, bei dem der Tape sound dem ganzen gegenüber der digitalen Versionen noch etwas zusätzlich gibt, durch das Rauschen und den veränderten Dynamikumfang. Gelbe Kassette mit Druck, Cover in schwarz/weiss auf festem Papier und der Downloadcode war auch dabei.

Molochville ist in meinen Ohren so etwas wie ein kleiner „Hammer Horror“ Film oder ähnliches. Aber macht euch am besten selbst ein Bild.

Link: https://anaott.bandcamp.com/album/molochville

 

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Yes, I know… I have not treated the blog like I should have. Last weeks were so stressful. But anyway. Time for Reviews, I got some cassettes piling up at my place. With the last Ana Ott parcel came not one, but two Cassettes. As I have only reviewed one, it is time for the second one 😉 I am glad I have no podcast, as I don’t know how to pronounce Br’lâaB correctly. Behind this moniker is Brecht Ameel, whose Tape „Molochville“ is like a dark soundtrack to me.

Experimentally starts „Moloch 50“, a piece combined from different fragments, that are altered, forwarded and slowed down. Piecec of sentences and melodies like from an old fairy tale record merge into a dark soundcollage. Like an abandoned house with a battery driven record player running on low power. Same way heads „Brimstone Foxtrott“. The Album name „Molochville“ (english maybe: „Juggernaut village“?) fits the tape as it gives me a feel of walking through a village after something happened there.
Flip.
I am surprised by the title track „Molochville“, as it is focussed on guitar and bass and is more like from a 60s Edgar Wallace film Opening. But yeah, it fits into the concept. „Hellhound“ combines all those elements heard before. Sound fragments, bass, a synth and a sonar like sound make this piece. Last one is „Wishbone“, where the guitar has been recorded and altered into pieces.

Cassette sound neutral and clear, the sounds itself are a bit grimey. This is one of those cases where the tape adds some flavour, compared to digital, by some hiss and a different dynamic range. Yellow Cassette with print and a b/w cover on thick paper – there is also the download code!

To my ears „Molochville“ is somehow like a little „Hammer Horror“ movie or something. But better judge by yourself.

 

Link: https://anaott.bandcamp.com/album/molochville

 

Smu

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