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Hallo und ein gutes Jahr 2017! Die Feiertage und den Jahreswechsel gut überstanden? Verkatert? Ja? Aber lasst uns nicht zu Lange mit dem Geplänkel verbringen. Die erste Review des Jahres steht an und ich habe dafür ein Tape gewählt, das letzte Woche in meinem Briefkasten lag. Robert Heller aka „a monument of me and lofi“ war so freundlich mir ein Exemplar seiner Kassette auf dem frischen Label HZY MLK zukommen zu lassen. Vielen Dank dafür! Ich wusste nicht, was mich erwartet und dem Cover nach hatte ich zunächst mit etwas aus dem Bereich Vaporwave gerechnet. Aber wie so oft gilt der alte Spruch: „Beurteile ein Buch nie anhand seines Einbandes!“

Die Überraschung war groß, als ich nach dem Einlegen zunächst Gitarren und elektronische Effekte hörte. Die Musik ist wesentlich vielschichtiger als erwartet. „Pharo“ ist ein experimenteller und kunstvoller Longplayer, unterteilt in seine beiden durchgängigen Seiten. Die A Seite „offline / offline banque coup 1-4“ gliedert sich in 4 Themen, die nahtlos ineinander übergehen. Der erste hat eine gute Portion Krautrock abbekommen mit psychedelischen Effekten, die mich ein wenig an alte Sci-Fi Filme oder Funk-Fragmente erinnern. Der zweite Part basiert auf einem sich verändernden Arpeggiator Pattern, dessen Tonhöhe im Verlauf immer weiter zunimmt. Der nächste Teil verwendet verschiedene Samples, die stark verfremdet wurden und hat etwas geisterhaftes haben. Zum Schluss noch eine Collage aus Radio Song Schnipseln, bis eine Stimme zum „Wenden bitte!“ auffordert.
Die Flip „ka-tapult zone no-no“ ist durchgängiger und Cineastischer. Gitarren, Bass und sphärische Klänge bestimmen den Ton. Die Wüstenlandschaft vom Cover passt hier widerum sehr gut zur Stimmung. Ein verlassener Highway irgendwo in Texas hätte auch gut gepasst. Zu Fuß. Insgesamt hat diese Seite einen stärkeren Kraut- / Desert-Rock Anteil. Wesentlich düsterer als die erste Seite. Auch hier finden elektronische Sounds ihren Weg in den Mix, ebenso verzerrte Stimmen und Fetzen von Pop Songs, die wie aus einem kaputten Radio ertönen. Ebenso fordert eine Stimme am Ende auf: „Bitte Wenden!“.

Die Kassette ist neutral gemastert, keine Betonung auf Höhen oder Bässen. Anfangs dachte ich, es wäre etwas dumpf, aber das legte sich schnell. Rauschen ist vorhanden, bei einem Typ I Tape lässt sich das nicht vermeiden, vor allem nicht bei DIY Tapes – das weiss ich aus eigener Erfahrung. Die Kassette ist gelb und Striche weisen auf die jeweilige Seite hin. Das Cover von Etaja kommt auf Fotopapier und ein Aufkleber und der Download Code sind ebenfalls dabei. So soll es sein.

Dieses Tape wendet sich an diejenigen, die offener und experimenteller unterwegs sind. Im direkten Vergleich finde ich die B-Seite stärker als die A – Die Atmosphäre ist dichter. In meinem Regal steht es zwischen Tapes von Ana Ott, Kebko und VFMM. Wenn das also euer Ding ist, hört mal rein.

Link: https://hzymlk.bandcamp.com/album/pharo

 

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Hello and a happy 2017! Back from the Holidays and NYE? Hungover? Yeah? But let’s not waste too much time with smalltalk. The first Review in 2017 is here and  I chose a Tape that found it’s way into my Postbox last week. Robert Heller aka „a monument of me and lofi“ was so nice to send me one Copy of his Tape on the fresh Label HZY MLK. Thank you for this! I did not know what to expect and looking at the Cover I thought of some Vaporwave first hand. But you better go by that old term: „Never judge a book by it’s cover!“

I was quite surprised when I put it into my Player and heard some guitar Sounds and elektronic FX. The Music is much more diverse than I expected. „Pharo“ is an experimantal and artful Longplayer, divided by it’s two continous sides. The A Side „offline / offline banque coup 1-4″ contains 4 Themes that flow into each other. The first has a nice portion of Krautrock and some psychedelic Effects, that remind me of old Sci-Fi lics or Transmission jitter. The second Part is based on a steadily morphing arpeggio pattern, that goes higher and higher as it goes on. Next is a Theme based on heavily altered samples that gives it a ghostly feel. The Side ends with a Collage made of Radio Pop Song snippets, until a Voice tells us :“Wenden, bitte!“ („Flip, please!“).
That’s what I do. The flip „ka-tapult zone no-no“ is more constant and cineastic. Guitar, bass and sperical Sounds are the ingredients. The Desert from the cover fits the mood well here. A lonely Highway somewhere in Texas would also. By foot. All in all this Side has a stronger Kraut- / Desert-Rock impact and is moodier and darker than the fisrt side. But there are also electronic Sounds, as well as distorted voices and fragments of Pop songs that sound like coming from a broken radio. There is also a voice at the end telling me to: „Bitte Wnden!“ („Please flip.“)

The Cassette has a neutral master, not much weight on bass or tops. In the beginning I thought it was a bit mumbly, but that has gone quite quick. There is some hiss, but that is to expect from a Typ I Tape, especially when you DIY – I know from my own Tapes. The Cassette is bright yellow, marks show the side. The Cover from Etaja comes on Photo rag and there is a Sticker as well as the Download Code. That’s how it should be.

This Tape is for those of you who are into the more experimental stuff. In direct comparisation, I prefer the B-Side over the A – the Atmo is just more dense. In my crate, this is to find between Ana Ott, Kebko and VFMM. If those Labels ring a bell, have a listen.

Link: https://hzymlk.bandcamp.com/album/pharo

 

Smu

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